Die deutschen Langläufer sind zum Weltcup-Auftakt im Schnee steckengeblieben. Im norwegischen Beitostölen gelang den Frauen über 10 Kilometer und den Herren über 15 Kilometer in der freien Technik nicht einmal der Sprung unter die ersten 20 Plätze.
Ausgerechnet Klassik-Spezialistin Katrin Zeller aus Oberstdorf war als 26. noch beste des DSV-Quintetts. Allerdings hatte sie einen Rückstand von 2:07,0 Minuten auf Siegerin Marit Björgen aus Norwegen, die sich in 24:48,3 Minuten vor den Schwedinnen Charlotte Kalla und Anna Haag mit einem Vorsprung von einer halben Minute deutlich durchsetzte.
"Wir können noch nicht zufrieden sein", sagte Bundestrainer Jochen Behle, der aber auf die knappen Rückstände bis zu den Top-Ten-Rängen verwies. "Da ist noch alles eng beieinander. Evi Sachenbacher-Stehle hatte zudem Probleme mit dem Stock, das macht sich dann doppelt bemerkbar", meinte Behle. Zeller war nicht ganz unzufrieden: "Ich bin schon etwas überrascht, da meine Vorbereitung nicht gut verlief. Ich denke, uns fehlt noch Wettkampfhärte, die wir uns in den nächsten Rennen holen. Dann sind wir auch wieder weiter vorn."

Zeller war unmittelbar vor Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) ins Ziel gekommen. Claudia Nystad (Oberwiesenthal) belegte Platz 29, Steffi Böhler (Ibach) kam als 33. ins Ziel. Weltcup-Debütantin Denis Herrmann (Oberwiesenthal), eine Sprint-Spezialistin, wurde 82.
Bei den Herren hat überraschend Rony Andre Hafsaas gewonnen. Der Norweger siegte nach 15 Kilometern mit 0,2 Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Voncent Vittoz und dem Finnen Matti Heikkinen. Bester der enttäuschenden deutschen Skilangläufer war Youngster Tim Tscharnke (Biberau) als 21. mit 49,7 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Vizeweltmeister Tobias Angerer (Vachendorf) wurde 24.